- Demokratie als Chance: Verstehen und teilhaben

Demokratie klingt erstmal groß, politisch und manchmal auch ein bisschen weit weg vom eigenen Alltag. Genau da setzte unser zweitägiges Projekt „Demokratie als Chance: Verstehen und teilhaben“ im Jugendzentrum JAB2 Wallenhorst an. Gemeinsam mit elf Schülerinnen und Schülern der Alexanderschule Wallenhorst haben wir uns auf den Weg gemacht, herauszufinden, was Demokratie eigentlich mit uns zu tun hat – und wie man sie sogar kreativ sichtbar machen kann.
Am ersten Projekttag ging es erstmal darum, Demokratie zu „entwirren“. Was fällt uns dazu ein? Wahlen, Politik, Parlament, Regeln, Mitbestimmung – aber auch viele Fragen. Gemeinsam haben wir diese Begriffe sortiert, erklärt und geschaut, wie das alles zusammenhängt. Dabei wurde schnell klar: Demokratie ist nicht nur etwas, das „irgendwo in Berlin“ passiert, sondern auch direkt hier vor Ort in Wallenhorst – im Gemeinderat, in Jugendbeteiligung wie der YouCon oder auch ganz konkret in der Schule.
Außerdem haben wir uns angeschaut, was Demokratie eigentlich von anderen Regierungsformen unterscheidet und warum Dinge wie Gewaltenteilung wichtig sind, damit ein demokratisches System funktioniert. Ganz schön viel Theorie – aber immer mit dem Blick darauf: Was hat das mit uns zu tun?
Danach wurde es kreativer. Denn Demokratie kann man auch ausdrücken. Und genau da kam Graffiti ins Spiel. Anhand verschiedener Graffiti-Beispiele haben wir diskutiert: Ist das einfach nur Farbe an der Wand oder steckt da manchmal auch eine Botschaft dahinter? Politisch, kritisch, lustig oder einfach nur schön? Die Jugendlichen haben die Werke eingeordnet und schnell gemerkt: Kunst kann ziemlich viel sagen, auch ohne viele Worte.
Im Anschluss wurden eigene Ideen entwickelt. Es ging um Frieden, Zusammenhalt, Mitbestimmung, Freiheit und alles, was den Jugendlichen wichtig ist. Diese Gedanken wurden in erste Skizzen und Symbole übersetzt.
Am zweiten Projekttag wurde es dann praktisch. Robin Herzberg stellte einen gemeinsamen Entwurf für die Graffiti-Wand vor – mit einer ziemlich besonderen Idee: einer Gans. Die Gans steht dabei nicht nur zufällig da, sondern ist ein Wortspiel („Gans viel Meinung“, „Gans schön demokratisch“) und gleichzeitig ein Symbol für Gemeinschaft, Wachsamkeit und Zusammenhalt. Und natürlich waren die Ideen der Jugendlichen dabei nicht nur willkommen, sondern ein fester Teil des Motivs.
Nach einer Einführung in Technik, Material und Sicherheit (ja, auch Spraydosen wollen richtig benutzt werden) ging es dann an die Umsetzung. Erst auf Leinwänden zum Üben, dann gemeinsam auf einer mobilen Wand. Jede und jeder konnte eigene Ideen einbringen, Farben setzen, Botschaften gestalten oder Details ergänzen.
Am Ende stand nicht nur ein fertiges Graffiti, sondern vor allem ein gemeinsamer Prozess: diskutieren, entscheiden, ausprobieren, verwerfen, neu denken – also eigentlich genau das, was Demokratie im besten Fall ausmacht.
Das fertige Kunstwerk der Jugendliche kann nun im JAB2 besichtigt werden.
Was für ein coooooles Projekt! Wir sagen Danke an an alle 11 Schülerinnen und Schüler der Alexanderschule Wallenhorst, dass ihr bock hattet mit uns dieses Projekt zu rocken! UND natürlich auch dir Robin alias Sprühfrisch, für deine tolle Arbeit! Ohne Euch wäre diese tolle demokratische Wand jetzt nicht unsere! 🙂
GANS toll gemacht!!! GANS stolz auf Euch!!! GANS geil geworden!!! GANS UND GAR GLÜCKLICH!!!

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